Dienstag, 10. Januar 2012

Cello Wars oder Luke join the string Side.

Einfach ein Klasse Video mit super Musik, generell sind die Sachen von den ThePianoGuys sehr empfehlenswert, wenn auch zum teil mal wieder, dank Gema, in Deutschland nur mittels Proxy zu sehen.


Dominion oder meine erste Spielerezension

Ich habe zu Weihnachten das Spiel Dominion von meinen Eltern geschenkt bekommen, ja ich stehe auf Brettspiele, was mich jetzt dazu veranlasst auch mal eine Spielerezension zu schreiben, drückt mir die Daumen ^^.

Das Spiel kommt in einem recht grossen Karton daher, und wenn man es zuerst öffnet bekommt man das Gefühl einer Mogelpackung, Fünf dicke Kartenstapel mit viel schwarzem Plastik drumrum. Dazu stellt sich beim öffnen der Kartenstapel das Gefühl ein sie wären irgendwie durchmischt, ich sahs also mit meinem Dad erst mal eine Weile und hab sortiert.
Merke lesen der Spielanleitung hilft weiter. Erstens ist der Karton kongenial gemacht, da er schnelles spielen erlaubt, wenn man denn die Anleitung liest. Zweitens sind die Karten gar nicht wild vermischt sondern ausgesprochen clever sortiert, wenn man denn die Anleitung liest.......


Da wären wir auch schon bei dem Manko des Spiels. Ich dachte zuerst ich sei zu doof aber nachdem auch mein Dad und meine Mum an der Anleitung gescheitert sind und wir keine Ahnung hatten was denn da nun mit was zu machen ist und wie, wollten wir schon aufgeben. Zum Glück gibt es eine offizielle Videoanleitung die wirklich extrem hilfreich ist. Sowas wünscht man sich für alle Spiele.

Nun aber zum Spiel selber, Ziel ist es möglichst viele Ländereien, bzw. Sieg punkte unter Kontrolle zu bringen, dabei setzt man die Karten seine Königreichs ein. Das muss man sich erst mal anlegen bzw. zusammenkaufen. Es gibt Gold und Aktionskarten und eben besagte Ländereikarten die sich kaufen lassen. Jeder Spieler hat seinen eigenen Kartenstapel mit dem er spielt bzw. den er Stück für Stück anlegt. Dabei ist die Taktik mindestens so entscheidend wie das Glück. Wer jetzt an Trading Card Games alla Magic oder Yugi Oh (grusel) denkt liegt nicht ganz falsch.

Interessant wird das Spiel aber vor allem dadurch das es im Grunde nicht ein Spiel sondern 3628 Spiele sind. (ja die Zahl ist wahrscheinlich total falsch aber mal ehrlich, mein Matheabi ist geschlagene 11 Jahre her und ich hatte einen Punkt, also so what?) da man immer 10 Aktionskarten aus den 25 zur Verfügung stehende für ein Spiel auswählt, die anderen 15 bleiben im Karton. Dadurch verändert sich das Spiel zum Teil enorm und es stellt sich ein anderes Spielgefühl ein.

Das Spiel ist ordentlich gemacht, die Illustration der Karten gefällt mir ziemlich gut und im Grunde ist das Spiel einfach und verständlich. Es kann selbst mit Einsteigern innerhalb von wenigen Minuten gespielt werden. Warum die Anleitung so verwirrend geschrieben ist verstehe ich darum auch nicht wirklich. Auf jeden Fall kann ich das Spiel nur empfehlen, es macht einen Haufen Spass und wird selbst nach 10 oder 20 Runden am Stück, durch die immer neuen Kartenkombinationen, einfach nicht langweilig.

Um euch einen noch besseren Einblick zu geben hier noch das Anleitungsvideo.



Mea Culpa oder ich bin wieder da

So ich muss mich ganz offiziell entschuldigen, leider kam ich über die Feiertage nicht dazu hier mal was zu posten, dafür gibt es jetzt gleich mehrere Posts, sozusagen als verspätetes Weihnachtsgeschenk bzw. Silvestergeschenk an euch an euch.


Als erste gibt es ein Update meines Badespiegelumbaus, die Grundplatte ist fertig zugeschnitten und gefräst, selbiges gilt für den Spiegel, ich bin also schon einen guten Schritt weiter, als nächstes will ich mich um den Grundaufbau kümmern (Holzleim ich kann dich schon riechen) und um die Elektrik die da rein soll.


Ja ich weiß sieht nicht nach viel aus, war aber ein Stück Arbeit bis ich an das richtige Werkzeug ran gekommen bin, der Dremel war am ende meine Rettung. Total praktisch das Ding, im Moment leider nur von meinem Dad geliehen steht es eindeutig auf meiner „Will haben“ Liste.



Ich war auch in der Zwischenzeit nicht ganz untätig. Für meine Mum gab es zu Weihnachten eine Schalgaderobe, bisher hat sie immer alle Schals auf einen viel zu kleinen Hacken gequetscht was weder schön aussah noch übersichtlich war, außerdem gab es da immer unschönes Geknitter. Also ein bissi rumüberlegt und flux was selber gemacht. Links und rechts gibts das Ergebniss meiner Überlegung.
Das ganze besteht aus einer Eisenkette, einem zerlegten Türhacken, Hosenbügeln und einer Blechzigarettendose. Letztere dient zur Unterbringung von Kräutern gegen Motten und natürlich für gut riechende Schals. ^^
Meine Mum war total begeistert und hat es noch am 24. eingeweiht, jetzt muss ich mir so ein Ding nur noch selber bauen. Es ist nämlich wirklich total praktisch und einen Platz dafür hab ich in der Wohnung auch schon, endlich wird der freie Platz an der Wohnungstür für was nützlich sein.


Dann gab es noch für eine Freundin eine Würfelbox fürs Rollenspiel, bisher hatte sie noch keine, darum hatte sie nie Würfel dabei. Mit etwas Kleber, Stoffresten und Farbe wurde aus einer Langweiligen Holzbox das hier. Natürlich mit Stifthalter^^


Klar gabs gleich ein paar Würfel und Stifte dazu. Leider sind mir die beiden Pistolen vorne drauf nicht sooo dolle gelungen. Pistolen deshalb weil wir immer zusammen Shadowrun spielen.  

Dienstag, 20. Dezember 2011

Guck mal, eine Hymne

Als erstes muss ich mich entschuldigen, es ist ja doch mehr als eine Weile her das ich etwas gepostet habe, Asche auf mein Haupt.

Ich hatte Vorgestern das grosse Vergnügen Harry Rowohlt live zu erleben. Er sang eine übersetzte Version einer Nationalhymne, das brachte mich auf eine Idee
. Ich bin stolze Besitzerin einer Sammlung von Nationalhymnen und viele von ihnen sind, naja, beschreiben wir es als seltsam. Also starte ich jetzt eine Reihe, Gedankenbilder zu Nationalhymnen. Als erstes,

Kanada.



Vielleicht liegt es an meiner Version der Hymne, aber irgendwie klingt das als wollten sich die Sänger gleich selber erwürgen. Irgendwie total deprimierend das ganze.
Jungs mögt ihr euer Land nicht oder findet ihr es einfach nur öde? Der Text hilft weiter.


O Kanada! Heimat unserer Vorfahren
Nur eurer Vorfahren? Was ist mit euch? Oder wollt ihr einfach nur weg.

Erwecke wahre Vaterlandsliebe in all deinen Söhnen.
Wie nun, die muss erst geweckt werden? Ist das Land wirklich soooo langweilig? Ich meine ihr habt, Bäume und Wald und Schnee und..... Ahornsirup?

Deine Stirn ist mit glorreichen Blüten umkränzt.
Denn dein Arm kann das Schwert führen,
Er kann auch das Kreuz tragen.
Glorreiche Blüten? Und wieso kann? Klar, ist wohl nicht nötig das Schwert und wer schleppt schon gerne ein Kreuz durch die Gegend.

O Kanada, wir stehen wachsam für dich.
Was? Moment wir haben grade geklärt das euer Land langweilig und deprimierend ist, warum bewacht ihr es dann? Und gegen wenn? Wer würde es nach dem was ihr gesungen habt denn noch haben wollen?
Moment ist Kanada vielleicht so eine Art Büchse der Pandora der Langeweile? Steht ihr Wache damit Ödnis und Langeweile bleiben wo sie sind?
Die Welt dankt euch für euren aufopferungsvollen Dienst.
Bleibt nur noch zu sagen:
We Love you Canadiens.

Also hier nun das Bild das sich mir in den Kopf schleicht während ich die Hymne höre.



Wie immer ist das alles bitte nicht zu ernst zu nehmen.

Freitag, 9. Dezember 2011

6 Kilometer

Heute gibt es wieder eine meiner Kurzgeschichten. Entstanden ist sie schon vor einer kleinen Ewigkeit. 



Noch 131 Kilometer grauer eintöniger Asphalt und ich bin bei dir.
Lichter fliegen vorbei, der Geruch von Poliermittel und neuen Autositzen steigt mir in die Nase. Über allem glänzt die runde Scheibe des Mondes, noch 131 Kilometer sagen mir die Instrumente. Meine Gedanken rasen noch schneller als meine Reifen über den Asphalt rollen können. Tanzen im rhythmischen Stakkato der weißen Streifen deren Glanz meine Augen verwirrt, die mir Richtung und Wegweiser sind.
Du hast nur gesagt komm, nach allem was war, einfach nur Komm. Blendendes Licht liegt vor mir, zerreißt die teeriege Dunkelheit, die die Insel aus Licht die meine Scheinwerfer erschaffen, umgibt.
Ein Tunnel gleißt in seiner widernatürlichen Helligkeit, fast scheint es mir als würde das Licht nach mir greifen mit langen kalten Tentakeln, versuchen mich einzufangen, mich einzusaugen. Mein Wille verliert sich in den Untiefen meiner Gedanken, Jahre habe ich geträumt von deiner regenbogengleichen Nähe.
130 Kilometer noch.
Will ich wirklich zurück zu dir? Das Licht umfängt mich, zieht mich an. Die Tunnelwände in ihrem dumpfen Grau lächeln, verengen meinen Blick, verengen gleichsam meine Gedanken, nehmen ihnen die Lust am freien Spiel. Ich schließe kurz die Augen um die Enge zu vergessen, einen kurzen Sieg über das Licht zu erringen. In die Dunkelheit wummert mein Herzbass, unerbittlich mich erinnernd, was passiert wenn ich dein Bild, wie so viele male zuvor, auf meine Lieder projiziere. Ich reiße die Lieder auseinander fast mich selber dazu zwingend und dein Abbild schwebt noch eine Millisekunde vor mir gefangen zwischen den Betonwänden.
129 Kilometer noch.
Das Notausgangsschild flackert im sterbenden Stakkato, unheimliche Sicherheit versprechend während ich es passiere. 3 Jahre und hunderte von Kilometern hab ich gebraucht um hierher zu gelangen in diese trostlos graue Bergwunde. 3 Jahre seit dem letzten Kuss der letzten samtenen Berührung. Weidengleich erzittere ich beim Gedanken an deine Arme um mich.
128 Kilometer noch
Der Tunnel würgt mich hinaus zurück in die Dunkelheit des schwarzen Tuches, entlässt mich zurück in die Weite meiner Kopflandschaft, im Rückspiegel scheint es mir als ob der Berg mir erstaunt hinterherschauen würde. Es hat gedauert bis ich mich von den Herzketten befreit hatte die du um mich gelegt hast, bis der Canyon den dein Weggehen in mir hinterlassen hat, akzeptiert war, bis das Rad der Tage nicht davon gefärbt wurde, fast nicht.
127 Kilometer noch.
Etwas rast durch die Helligkeit vor mir, ein Vogel oder eine Fledermaus, angezogen von der Insel die ich bilde. Nimmt mich mit in die alten Tage, lässt mich Filme sehen gefärbt durch all die Jahre des nicht Anschauens, des Vergessenwollens. Filme von Sommertagen, von Winternächten, von Herbstdämmerung und Frühlingsdüsterniss. Filme von dir.
126 Kilometer noch.
Komm, mehr hast du nicht gesagt, außer Komm. Nach all dieser Zeit einfach nur Komm und darum eile ich durch die Düsternis höre dem rauschen der Räder auf dem Asphalt zu wie sie mich immer näher zu dir Tragen. Wie viel Weg liegt hinter mir? Welche Anderen habe ich in der Zeit gestreift, welche Schlaglichter haben sich auf mein Leben gelegt. 300 Kilometer durch die Dunkelheit der Nacht und unzählige durch die Einsamkeit habe ich hinter mich gebracht. Und jetzt einfach Komm.
125 Kilometer noch.
Vor mir glänzt ein Blaues Schild von seiner teerigen Umarmung befreit. Eine Abfahrt schält sich aus der Düsternis, meine Hände ziehen sanft am Lenkrad, meine Reifen rauschen langsamer über den Asphalt dann ein kurzer druck auf die Bremse.
Noch 0 Kilometer grauer eintöniger Asphalt und ich bin bei mir

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Magische Selbstmordattentäter contra Doppeldeckerbomber

"Im Namen der Götter" ist ein verdammt spannendes Stück Lesestoff, um das direkt mal gesagt zu haben.
Piper, 314 Seiten
Die Geschichte spielt in den  beiden Nachbarländern Altima und Bartokhrin, die seit Jahrzehnten verfeindet sind. Die beiden Länder könnten unterschiedlicher nicht sein. Altima ist industrialisiert klassisches Steampunk oder in dem Fall eher Benzinpunk. Technisch befindet sich Altima ungefähr auf dem Stand um 1925 vom Flair her erinnert es aber eher an das Victorianische England. Bartokhrin dagegen ist Wilder Westen gemischt mit Vorderem Orient. Die Leute reiten auf Pferden, tragen Cowboyhüte, betreiben Viehzucht und Ackerbau, die Frauen verstecken sich hinter massives Make-Up und Perücken vor den Augen fremder Männer und die Sozialen wie religiösen Regeln sind extrem streng. Bartokhrin ist zwar nominell unabhängig wird aber von Altima in allen Belangen dominiert.
Chamus, ein junge aus Altima entgeht knapp einem Selbstmordanschlag auf seine Schule, damit beginnt sein Albtraum. Nach der Notlandung in Bartokhrin lernt er Riadni kennen, ein rebellisches Mädchen, das ihn gefangen nimmt um ihn den Freiheitskämpfern zu übergeben. Als Die Altima töten wollen greift Riadni entsetzt ein und zusammen begeben sich die beiden auf eine wilde Flucht durch die Wildeniss Barthokrins. Im Zuge dieser Flucht decken sie einen schrecklichen Plan auf in den auch Altimas Familie verwickelt ist. Schaffen es die beiden den offenen Krieg zwischen ihren Ländern zu verhindern?

Die Story ist nicht unbedingt neu, aber gut erzählt und spannend geschrieben. Oisin McGann beweist das man durchaus ein moralisches Buch schreiben kann ohne ständig den Zeigefinger zu heben oder eine der beiden Seiten als ultimativ böse darzustellen. 
das als Fantasy-Thriller gekennzeichnete Buch hätte weit über diese Genrezuordnung hinaus Leser verdient. Es ist faszinierend wie spielerisch der Autor die Entstehung von Vorurteilen und Hass erklärt und darin liegt auch die Genialität des Buches. Keiner der Charaktere ist wirklich böse, keiner wirklich gut, der Leser muss selber entscheiden, bekommt fast versteckt die Frage gestellt, wo die Grenze liegt zwischen Freiheitskampf und Terrorismus, Unterdrückung und wirtschaftlicher Hilfe und welches Gesselschaftsmodel denn das bessere ist. Dabei erhebt das Buch nie den Zeigefinger nimmt nie einen Standpunkt ein, es ist nie moralisierend. 

Das Buch wäre sicher ein gutes Jugendbuch geworden und ist für jüngere Leser sicher auch empfehlenswert, aber es würde dem Buch nicht gerecht. Es hat mich in seinen Bann gezogen von der ersten Seite an, es passiert mir selten das ich ein Buch in einem Rutsch durchlese, aber genau das hat das Buch geschafft. Neben dem Wunsch herauszufinden was denn als nächstes passiert waren es vorallem die ungestellten moralischen Fragen die mich wach und am Lesen gehalten haben, das sogar ohne Kaffee der war nämlich gerade ausgegangen.

Montag, 5. Dezember 2011

Kismet vs. Kismet

So heute gibts meine erste Buchbesprechung und weil ein Buch zu langweilig wäre hab ich mich gleich für derer zwei entschieden. Beide sind aus dem Bereich Dark-Fantasy für Frauen.
Ich mag Vampire und Gestallten der Dunkelheit, ich mochte sie schon immer, lange vor dem Biss Hype. Ja die Biss Reihe, die Segnung der Welt empfangen durch das hormonblubbernde Hirn von Stephenie Meyers die es geschafft hat endlich endlich endlich der Welt das zu geben auf das sie schon so lange gewartet hat, den Swarovski- Vampir. Ja, aus dem ungezähmten, brutalen Ungeheuer der früheren Nächte ist das ultimative Frauenbegleittool geworden, eine Mischung aus Modeaccesoir und Schosshündchen mit einem Schuss übersinnlichem Bodygard ach und göttlich im Bett isser auch noch. Also quasi der Vampirleatherman für die Damenhandtasche, Paris Hilton hat sich gleich ein Dutzend bestellt.
Dieser Erfolg hat die Tore geöffnet für aberhunderte weitere Vampir liebt Sterbliche, Werwolf liebt Sterbliche, (Setzten sie hier das Übersinnliche Wesen ihrer Wahl ein) liebt Sterbliche, Bücher. 

Beide Bücher fallen augenscheinlich in oben genanntes Genre, Frauengesicht, komische Tribals, Floralmuster oder irgendwas in der Art auf dem Cover und natürlich ist die Grundfarbe Schwarz. Ja die Bücher sind kaum zu übersehen und bilden in jeder Buchhandlung einen zunehmend grösser werdenden Berg. Natürlich hab ich die Bücher nicht in normalen Buchladen zum normalen Preis erstanden, wir haben in Chemnitz zum Glück einen Restpostenbuchladen also gab es beide Bücher für die Hälfte.


Kismet vs. Kismet, 
im Ring stehen Jill Kismet Dämonenjägerin contra Kismet Knight Vampirpsychologin. Nein das ist kein Scherz, die Frau ist wirklich Vampirpsychologin die beständig damit kämpft ihre Psyche zusammenzuhalten und mit der magischen Welt zurechtzukommen. Sie sollte sich ein Beispiel an der anderen Kismet nehmen, die hat keine Psychoprobleme und dank Silberschwert, Pistole und anderer Spielereien kommt sie ganz hervorragend mit der magischen Welt zurecht, nur die meist nicht mit ihr. 

364 Seiten, LYX Egmont
Lilith Saintcrow beweist mit ihrer Jill Kismet Reihe das Dark-Fantasy für Frauen wirklich Spass machen kann, eine starke Heldin die den Dämonen in den Hintern tritt und das mit Herz und Verstand. Charaktere die sich der Leserin als rund und glaubwürdig präsentieren, ein konstant guter Schreibstil der die dunkele Welt der  Heldin beim lesen vor dem inneren Auge plastisch werden lässt. Der Mord an 5 Polizisten und vor allem die Spuren die eindeutig auf einen übersinnlichen Täter verweissen ruft die örtliche Jägerin auf den Plan, Jill Kismet, klingt ein bisschen nach Buffy, ist es auch aber düsterer und deutlich Erwachsener. Der Fall führt Jill Kismet in die Untiefen übersinnlicher Politik und dämonischen Wahnsinns und ganz nebenbei lernt sie auch noch Saul kennen, einen Werpuma, der ihr hilft den Fall zu lösen und sich in ihr Herz schleicht. (Klar der Mann muss sein sonst wäre es ja keine Dark-Fantasy für Frauen)

442 Seiten, Knauer
Lynda Hillburn liefert uns mit ihrem "Vampire lieben länger" dagegen das Negativbeispiel, wer die Biss Reihe liebt wird das Buch grade noch so lesen können ohne um die Bäume zu weinen die dafür sterben mussten. Es geht um Sex, Sex,Sex leider nicht die gute anregende Variante von geschriebenem Porno sondern die langweilige Einfallslose. Ja die Sorte bei der man betet das sie bald vorbei sein möge, die aber leider konstant im ganzen Buch völlig von der Geschichte losgelöst aufploppt um das eh schon verstörende Gefühl beim Lesen noch in schönster Regelmässigkeit zu verstärken.
Ahhhh die Geschichte, trotz 442 Seiten ist die in einem Satz erzählt. Meistervampir(gut) liebt Vampirpsychologin, älterer Meistervampir (Böse) taucht auf manipuliert Psychologin um sie zur Sexsklavin zu machen (die Begründung dafür erspar ich euch lieber, aber ich hab nach einer Wand für meinen Kopf gesucht), guter Meistervampir rettet sie. Die Hauptfigur ist ungefähr so selbstständig wie eine Vierjährige, ihr grösstes Problem mit ihrem Lover ist das er sie ständig bevormundet, was dann auch Regelmässig in einem Anfall von dummen Trotz ihrerseits führt, immer dann wenn es grade wirklich gefährlich wird logischerweise. Warum die gute Psychologin sich ständig so verhält als ob sie nicht in der Lage wäre sich die Schuhe zuzubinden und dann ständig von jedem und allem gerettet werden muss aber am Ende natürlich die absolute Heldin ist, muss ich ja zum glück nicht verstehen.
Liest man diese unglaubwürdig unterirdische Mischung aus Sex, Langeweile, Sex, Sinnlosigkeit, Sex, Pubertärem Gefasel und Sex  ist man sich sicher, die Autorin ist 14, maximal. Da wären wir dann auch bei der überraschensten Wendung des Buches, die Autorin ist Baujahr 1951, was beweisst; JA, die Pubertät kann ziemlich lange dauern.

Ich kann euch Lilith Saintcrow und ihre Jill Kismet Reihe wirklich ans Herz legen, alle Bücher der Reihe lesen sich gut und spannend wobei Dämonenmal Band eins der Serie ist. wirklich spannende Geschichten mit genau dem richtigen Mass an Erotik, Herz, Horror, Krimi und Action. Sicher hohe Literatur ist etwas anderes, aber für einen gemütlichen Lesenachmittag mit Tee und Keksen genau das Richtige. 

"Vampire leben länger" gehört in dagegen in die Rubrik, die armen Bäume, WAAAARRRUUUMMMM??????
Das Buch ist konstant langweilig, die Story an Sinnfreiheit kaum zu überbieten, die Charaktere so blass und zweidimensional wie ein Betttuch nach dem Gang durch Chlorbleiche und Mangelautomat. Das ganze kocht die Autorin dann in einem starken Sud aus blubberndem Hormon bis auch der letzte Rest von "Lesbar" aus den Seiten des Buches gekocht wurde. Leider schafft es das Buch noch nicht mal in die Kategorie "You have to read it, to believe, how bad" sondern einfach nur in die "Puh, es ist Papier und recyclebar, wo ist der Ofen?"